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Sonntag, 7. Juli 2013

Semiplena


... auch die Semiplena ist wieder eine sehr alte Rose :-) Angeblich hat sie schon in der
Antike die Damen verzaubert. Sie soll auch die berühmte Rose des Hauses York sein.
Die andere Rose des Hauses Lancaster wird wohl die rote Officinalis darstellen. Diese
beiden Häuser lieferten sich zwischen 1455 und 1485 viele Scharmützel um die englische
Krone, welche als die berühmten Rosenkriege in die Geschichte eingingen. Auch soll
gerade diese weiße Rose ein Symbol der Geheimhaltung sein. Eine weiße Rose wurde in
alten Zeiten über Gesprächspartner aufgehängt, wenn Gespräche vertraulich behandelt
werden sollten. Auf jeden Fall wird sie damals schon in vielen Klostergärten weit verbreitet
gewesen sein. In vielen mittelalterlichen Buchmalereien ist sie genauso zu finden, wie auf
bemalten Altären und in Schnitzereien von Kirchengestühl. In der sakralen Symbolik taucht
sie immer wieder auf. Zum Beispiel gibt es die wunderschöne Geschichte, dass Maria
ihren Schleier auf einem roten Rosebusch ablegte und er dadurch zu einem Weißen wurde.
Fortan trug dieser Busch nur noch strahlend weiße Blüten der Unschuld und Reinheit.
Ach ja ... Gänsehaut :-)
Hier der wieder gut passende Vers von meinem Bruder :

Ihr Porträt wird langsam grauer,
es verblasst der alte Text.
alte Klöster, neue Mauern,
nichts von dem kann ewig dauern,
aber das Gedächtnis wächst.


Semiplena
Rosa alba
  • sie wurde schon um 1629 erwähnt, aber ist sicherlich viel, viel älter
  • halbgefüllte, reinweiße Blüten mit honiggelben Staubblättern
  • leichter Rosenduft
  • einmal blühend
  • anspruchslos und gesund
  • sie ist bei mir nun schon 100 cm hoch und kann bis zu 200 cm hoch werden
  • sehr frosthart
In der letzten Woche war ich unterwegs und habe etwas für mich ganz Besonderes erlebt.
Ich war in einem Kloster zum Malen. Das mache ich schon seit einigen Jahren.
Und es ist immer wieder sehr schön.
Heute bin ich nun wieder nach Hause gekommen. Aber nun muss ich erstmal viel
Nachholen und euch alle besuchen  :-)




Sonntag, 30. Juni 2013

Rosa Mundi

... diese Rose hat mich von Anfang an unheimlich fasziniert. Relativ früh bin ich über sie gestolpert.
Und dann ließ sie mich nicht mehr los. Auch sie hat, genau wie ihre sehr nahe Verwandte die Rosa
Officinalis (Apothekerrose), schon sehr viele Jahre auf dem Buckel. Ich liebe Rosen mit Geschichte
besonders. Sie regen mich zum Träumen an und zum Stöbern in alten Bibliotheksbüchern. Sie ist
eine der ältesten gestreiften Rosen und ich persönlich finde auch eine der Allerschönsten.
Die modernen Getreiften sind mir oft einfach zu steif und zu künstlich. Jede einzelne Blüte der Rosa
Mundi ist wie ein gemaltes Bild. Die Rosa Mundi ist schuld, dass ich überhaupt anfing meine Rosen
zu malen. Ihr Bild war eins meiner ersten Rosenbilder. Ich könnte stundenlang jedes einzelne Blütenblatt betrachten und staune über die Vielfalt der Muster. Sie hatte in meinem Garten schon ganz weiße Blüten
mit nur einzelnen rosa Streifen und fast ganz rosafarbene, die fast wie die Officinalis aussahen.
Auch für dieses Rosenbild habe ich mir von meinem Bruder einen Vers gewünscht :-)



Meine Pflege lässt dich blühen,
jedes Fältchen im Gesicht
lacht für mich durch meine Mühen,
meine Liebe, mein Erziehen.
Nur die Wurzel kenn ich nicht.


Rosa Mundi
Rosa gallica versicolor
  • erstmalig erwähnt um 1581
  • sie ist ein Sport der Apothekerrose
  • bezaubernde alte Rose mit großen Blüten, seidigen, gestreiften Blütenblättern,
    gut sichtbare sattgelbe Staubgefäße, halb gefüllt
  • guter Duft alter Rosen
  • sie blüht nur einmal, aber sehr lange und ausdauernd im Juni und Juli
  • sie ist bei mir 90 cm hoch x 110 cm breit
  • sie ist sehr frosthart, wie die meisten Gallicas :-)
  • bildet gerne Ausläufer









Mittwoch, 10. April 2013

... Frühlingsgefühle und Kindergeburtstagskuchen

... Zum Kindergeburtstag gab es bunt dekorierte Rührkuchen. Das ging am schnellsten :-)
Und in meiner schattigsten Gartenecke liegen immer noch ein paar brettharte Schneerester.
Aber egal wie kalt es ist - jetzt wird gesät und gepflanzt :-) Spinat, Rucola,Radischen
und ein hübscher rosa Polsterphlox haben es sich in meinem Garten gemütlich gemacht.
Meine neue Aussaattasche, die ich bei Dana von Pünktchenglück gewonnen habe, habe
ich gut gefüllt. Sie wartet auf ihren weiteren Einsatz :-)
Es gibt jetzt wieder irre viel zu tun. Nach der Arbeit schnell die Kinder von Krippe und
Schule holen, schnell in den Garten, um noch ein wenig Sonne zu haschen. Haushalt und
Wäsche türmen sich. Heute Abend noch schnell zum Englischkurs. Und eigentlich wollte
ich jetzt endlich bei euch kommentieren und herum schnökern. Bitte nicht böse sein, aber
ich schaffe es doch erst morgen abend.
Denn morgen früh 4.45 Uhr klingelt der Wecker. Also hüpf ich jetzt ins Bett und verschiebe
alles auf morgen. :-)






Sonntag, 24. Februar 2013

Leda

... ist eine richtig typische alte Rose. Ihre extreme Winterhärte und ihre Robustheit
steht im starken Kontrast zu ihren wunderschönen zarten dichtgefüllten Blüten. Die
sehr interessante Färbung ihrer Blüten hat mich erst auf sie aufmerksam gemacht.
Ihre Knospen sind tiefmagentarot, aber sie erblüht zu einer strahlend weißen Blüte.
Nur ihre Ränder sind genauso gefärbt wie die Knospen.
Man kann minutenlang im Betrachten dieser Blüten die Zeit vergessen. Manchmal bilden
sich ganz eigenartige Verläufe und das dunkle Rot verliert sich im Weiß der Blüte.
Sie hatte auch schon schneeweiße Blüten mit einem einzigen rosa Blatt. Typisch ist
natürlich auch ihr üppiger Blütenfloor. Zur Blütezeit trägt sie bei mir geschätzte 200 Blüten.
Auch zu diesem Rosenbild gibt es wieder einen gut passenden Vers von meinem Bruder. :-)

Nein, ich mecker nicht, ich wünsche,
ja, ich wünsche mir von dir
weder eingeschnappte Flünsche
noch ein Schweigen ohne Gründe,
und kein Knallen mehr der Tür.


Leda
Rosa damascena

  • sie wurde 1827 von einem heute unbekannten Züchter eingeführt
  • sehr dicht gefüllte, stahlend weiße mittelgroße Blüten
    die einen magentaroten Rand aufweisen
  • traumhafter Duft alter Rosen
  • sie blüht nur einmal, aber sehr lange und ausdauernd im Juni und Juli
  • ihre Höhe ist mit 90 x 120 angegeben, meine ist aber wenigstens schon 120 x 150
  • sie ist sehr frosthart



Donnerstag, 6. Dezember 2012

Empereur du Maroc

...  Hach  je, was sage ich nur zu dieser Rose. Hmmm. Sie ist wunderwunderschön, Punkt!
Aber ...! In meinem Garten mag sie nicht so recht. Sie hat, wenn sie mal blüht, große
schwarzrote und gut duftende Blüten. Ihre zarten Stengel können die Pracht jedoch kaum
halten. Sie ist eh keine Große, eher zierlich gebaut. Remontieren tut sie sehr, sehr, sehr wenig.
Ach, ich habe sie mir einfach üppiger und kräftiger vorgestellt. Der vorige Winter hat sie
zusätzlich geschwächt. Jedoch möchte ich sie mir nicht mehr aus meinem Garten wegdenken!
Sie ist eine kleine Kämpferin, die immer wieder wunderschöne Blüten hervorbringt :-)
Sie muß ja nicht die die tollste und kräftigste Rose sein! Ich mag sie einfach so wie sie ist!
Mein Bruder Martin hat hierzu wieder einen schönen Vers verfasst, den ich für mich und meine
Rose gerade wieder äußerst passend finde :-)

Nimm das Lachen, mach ein Späßchen,
warst schon viel zu lange brav,
mach ums Haben kein Geweschen,
sei du selbst und trink ein Gläschen,
halt dein Lächeln noch im Schlaf.


Empereur du Maroc
Rosa remontant

  • sie wurde 1858 von Bertrand Guinoisseau-Flon gezüchtet
  • sehr dicht gefüllte, tiefrote ins schwarze übergehende große Blüten
  • wunderbarer Duft alter Rosen
  • remontierend
  • sie kann ungefähr 90 cm hoch werden und ist eher schmal
  • frosthart






Mittwoch, 7. November 2012

Einsamkeit

... die trübe Jahreszeit beginnt. Mit ihr beginnen die dunkeln Gedanken aus den
Ecken herauszukriechen. Wie die Novembernebel wollen sie unsere Träume in
graues, undurchdringbares Dickicht schicken. Man versucht mit Kerzen Licht in die
stillen Stunden zu bringen. Weihnachten, das Fest der Lichter, hat sicher viel mit der
Sehnsucht nach Helligkeit und Nähe, in dieser dunklen Zeit zu tun. Doch kreisende
Fragen, die doch keiner beantworten kann, können die Lichter kaum aufhalten.
Mein Bruder bringt es mit seinem kleinen Fünfzeiler auf den Punkt ....
 



Montag, 29. Oktober 2012

Schneebeeren

... als Kinder haben wir auch Knallerbsen gesagt. Wenn man sie mit Schmackes auf
den Boden warf, gab es durch das Zerplatzen einen kleinen Knall. Na, ich mußte immer
mit den Füßen nachhelfen. ;-) Meinem Großem habe ich das neulich erstmal gezeigt.
Fand er toll! ... Hihi, die armen Lehrer wieder ...
Hier nun ein Bild von mir und von meinem Bruder Martin ein kleiner Vers dazu.
Er ist nämlich bei uns der Dichter :-) Während ich mir bei jedem Textchen einen abbreche,
schüttelt er sowas nur so aus dem Ärmel. Seit ein paar Jahren gehe ich ihm nun immer auf
den Keks, damit er mir für meine Bilder immer mal ein kleines passendes Verslein macht. :-)
Nun ... ich mag seine Verse einfach. Vielleicht gefallen sie euch auch :-)
Jedenfalls haben wir als Geschwister, beide ein schönes gemeinsames Hobby, dass uns
sehr verbindet. Und darüber freue ich mich am meisten :-)))