Cordula von
Carpediem-living.blogspot.de ist mein nächster Gast und sie hat einen
wunderschönen naturnahen Garten.
Besonders faszinierend finde ich ihren magischen Bereich. So etwas spricht mich total an und
ich finde, schon auf den Fotos spürt man das Besondere dieses Fleckchens Erde. Was gäbe ich,
für so einen zauberhaften Gartenmittelpunkt. Ich bin nun schon am Suchen, wo mein eigener
magischer Bereich in unserem Garten liegt. :-))) Bestimmt finde ich ihn bald ;-))
Aber nun kommt erstmal Cordulas Rosenpost:
Wie die Rose es schaffte eins meiner Kinder zu werden....
Mein Verhältnis zu Rosen war vor einigen Jahren eigentlich eher kein
Verhältnis. Wie auch?
"Wo Rose ist, ist kein Platz mehr für Natur!"
dachte ich. Rosen waren für mich der Inbegriff
der Art zu gärtnern, mit
der ich mich eigentlich so gar nicht identifizieren konnte. Schwarze
geharkte Erde, dazwischen stängelige Rosen in bunten Farben und zu Füßen
jede Saison eine
andere blühende gekaufte Pflanze. Insgesamt ein fast
künstlich aussehendes Arrangement.
Wo bleibt da die Identifizierung mit
der Natur? Für mich ein No - Go, obwohl ich jedem seine
Art zu gärtnern
lasse, aber es ist eben nicht meine. Also keine Rosen....
2007 berichtete mir eine Kollegin, sie hätte eine uralte Rose im Garten,
die sich von alleine
vermehrt. "Nee schon klar, eine Rose die sich
alleine vermehrt, erzähl mir einen..." Ich bekam
also von dieser alten
Rose, die schon ihre Oma viele Jahre im Garten hatte und die eine dichte
Hecke gebildet hat, Ausläufer geschenkt und nannte sie "Rose aus
Heiligenthal". Bis heute ist sie
sehr zurückhaltend in ihrer Blüte und
ich konnte sie noch nicht bestimmen.
Das war meine erste historische Rose.
Im selben Jahr lernte ich das Dorf Labenz kennen (ich wohnte nur 2
Dörfer entfernt). 4 offene
Gärten und ein Verein zur Erhaltung alter
Rosensorten. Ich lernte die Gärten von Clara Meins,
Renate Philipp, Raphaela
Langenberg und dem Ehepaar Lenschow kennen. Rosen, die in Bäume
wachsen,
wunderschön romantisch aussehen und dennoch bieten die Gärten der Natur
ihren Raum.
Das war für mich neu und ich konnte der Rose von nun an
nicht mehr widerstehen.
Bei einem kleinen Garten von nicht ganz 200 qm, der dazu noch
halbschattig ist, eine echte
Herausforderung.
Die ersten Rosenausläufer bekam ich von lieben Gärtnern geschenkt oder
tauschte sie gegen Marmelade und/oder Kräuter ein. Darunter noch heute
einer meiner
Lieblingsrosen. Eine unbekannte dunkle einfach blühende Rose.
Im Herbst 2010 zogen wir dann endlich in ein eigenes Heim in das schöne
Dorf Labenz und die
Rosen den Boden, den sie mochten und ich hatte mehr
Platz, um endliche mein Arrangement mit
der Natur, der Vielfalt und der
Rose treffen.
Nicht nur die Schönheit der Rosen hat es mir angetan, denn ich möchte
einen schönen und dennoch
naturnahen Garten schaffen, in dem Mensch aber
auch Tier Platz findet.
Orpheline de Juliet habe ich aus einem Steckling gezogen und sie hat
sich zu einem großen Busch
entwickelt. Meine erste gekaufte Centifolia a
fleurs Double violet ist eine Liaison mit einem Zierapfel eingegangen und
wächst dort hinein. Eine Lykkefund freundet sich gerade mit einer
Glaskirsche an.
Die Zimtrose kommt selbst mit einem knochentrockenem
dünnem Untergrund zurecht und hat meinen
Garten noch nicht erobert. Und
so gibt es viele weitere Rosen...
Trotz vieler Warnungen, liebe ich die wurzelechten und oft
einmalblühenden Arten. Auch andere
Pflanzen sind nur einmalblühend. Bei
den Ramblern ist es doch so oder so egal. Zuerst ist die Apfelblüte
da
und anschließend die Rosenblüte im Baum (irgendwann zumindest mal...).
Ich bemühe mich zu wissen, was in meinem Garten wächst, bei Rosen ist
das nicht immer einfach,
es gibt viele Verwechslungen....
Rosen brauchen wie viele andere Pflanzen Zeit, um sich zu entfalten.
Mein Garten ist zwar alt,
aber jung an neuen Pflanzen und bis mein
Garten eine schöne Grundstruktur erhalten hat, wird er wohl
weiter erst
einmal "Mein unfertiger Garten im Wachstum" bleiben. Die Liebe zur
Vielfalt, Individualität
liegt mir am Herzen und daher ist der Erhalt der
Vielfalt wichtig. Aus diesem Grund tausche ich gerne
und viel. Von
Rosen, Rosenausläufern, Kräutern und Gemüse. Denn obwohl ich Rosen mag,
geben
sie nicht den Ton in meinem Garten an und mein Garten ist weit
entfernt von einem Rosengarten.
Irgendwann einmal, wenn die Ramblerrosen
die alten Bäume erobert haben, wird es eine Zeit geben,
in der die Rosen kurz meinen Garten überschwenglich begrüßen werden.
Doch die Rose ist eben nur eines meiner Kinder und ich möchte allen gerecht werden .....
Welche Rosen wachsen in meinem Garten kann bei
HMF oder auf meiner
HP
eingesehen werden
(auch wenn einige Porträts noch in Arbeit sind)