Freitag, 4. Juni 2021

Das erstemal seit ...

... ich den Garten voller Rosen gepflanzt habe, hat der Frost bei einigen meiner Rosen richtig großen Schaden angerichtet. Komischerweise hat es nur Rambler und eine Kletterrose erwischt. Wahrscheinlich ist nicht nur der Frost (fast -20 Grad) sondern auch der viele Schnee schuld. Ich denke mir - er hat die großen Äste irgendwie abgeknickt und dadurch sind sie abgestorben.
Die Rambler Chevy Case und Félicité et Perpétue sind fast komplett runter gefroren und ich musste sie kniehoch abschneiden. Der Rambler Ghislaine de Féligonde ist auf einer Seite abgestorben und sie sieht jetzt nach dem Schneiden etwas windschief aus. Die Kletterrose Jasmina hat es auch fast ganz erwischt. Ein einziger langer Trieb in der Mitte ist ausgetrieben. Da Jasmina aber eine extrem stachelige und sehr hartholzige Madam ist, hatte ich keine Chance diesen Trieb irgendwie zu retten. Er musste leider auch mit ab. Zum Glück haben mir alle vier Rosen das Einkürzen nicht übel genommen und sie treiben wie verrückt neu aus. Ich glaube sie denken, dass sie dem Komposthaufen gerade so von der Schippe gehüpft sind und wollen bloß nicht noch mal unter meine Schere kommen.
Aber für Jasmina hat sich nun eine neue Situation ergeben. Ich hatte ja schon mal darüber berichtet, dass sie ihren Rosenbogen nach ein paar Jahren total zerdrückt, verbogen und  auseinander gerupft hatte. Ich wollte sie eigentlich schon lange mal einkürzen und ihr einen neuen Halt spendieren. Aber ihr wisst ja wie das ist. Schlafende Hunde soll man nicht wecken und jedes Jahr hab ich gedacht - einen Sommer geht das schon noch. Nun hat der Frost mir dieses Jahr die Entscheidung abgenommen. Das war vielleicht eine Arbeit. Jasmina hat ordentlich zurückgeschlagen als es ihr an den Kragen ging. Meine Männer haben den halben Bogen samt Jasmina, nachdem wir alles abgetrennt hatten, wie einen Blumenstrauß hoch über ihren Köpfen aus meinen Garten zur Fußballwiese hinausgetragen. Schade davon gibt‘s leider kein Foto. Es sah wirklich ulkig aus.
Nun suche ich nach einer neuen und vor allen Dingen standhaften Idee für Jasmina. Das kleine Stachelmonster treibt wie verrückt und braucht schnell neuen Halt. Außerdem sieht die Ecke jetzt ganz schön kahl aus (siehe Nachher-Bilder). Naja, ich hab jedenfalls daraus gelernt, dass Kletterrosen von Anfang an eine stabile Kletterhilfe brauchen. Sonst muss man nach ein paar Jahren leider alles neu machen.
PS: Seit gestern Abend blüht übrigens endlich auch bei mir die erste Rose in diesem Jahr. Das Rennen hat diesmal die Rosa Glauca gemacht.

Freitag, 28. Mai 2021

So schnell ist der Mai vorbei ...

Die Zeit rennt so sehr. Eben war doch noch Anfang Mai und nun sind die Tulpen schon fast wieder verblüht und die Rosen stehen in den Startlöchern. Aber ich bin ganz froh, dass die Rosen hier bei uns dieses Jahr nicht schon Mitte Mai, sondern endlich mal wieder erst im Juni beginnen zu blühen. So kann ich diesmal Vergissmeinnicht, Allium, Tulpen, Maiglöckchen, Schwertlilien, Goldlack, Storchschnabel und das Salomonsiegel gebührend bewundern, ohne das ihnen meine vornehmen Rosendamen durch ein zu frühes Blühen die Show stehlen.
Also Achtung - jetzt hier Bilderflut vom Monat Mai 😉
Liebe Grüße an euch alle und passt auf euch auf!



Freitag, 7. Mai 2021

Tulpenzeit

... unser Garten ist während der Tulpenblüte so richtig farbenprächtig. So ganz war das am Anfang ja nicht geplant. Eigentlich hab ich beim Anlegen der Beete von einem Frühlingsgarten mit ganz vielen Tulpen - Ton in Ton geträumt. Also am besten nur rosa, weiße und weinrote Tulpen und bitte nichts Gelbes oder Oranges oder Rotes. So ganz in edel sollte es sein, wie in Hochglanzgartenzeitungen.
Hab ich so gedacht ... ;-)
Naja, den Traum hab ich relativ schnell aufgegeben. Im Gartencenter, zum Tulpenzwiebeln einkaufen, war halt immer wenigstens einer der Jungs dabei. Meine Männer gehen zwar sonst eher relativ rabiat mit meinen Tulpen um, und ihre Fußbälle landen gern in meinen Tulpenbeeten – ("Das wächst doch alles wieder!"). Aber beim Tulpen aussuchen wollten sie Mitspracherecht und sie haben ziemlich oft interessante und vor allem richtig bunte Sorten ausgesucht. Naja, das ganze Programm eben. Und da ich es eigentlich ganz schön finde, wenn sie sich auch mal für Blumen und nicht nur für Fußbälle interessieren, hab ich sie einfach gelassen.
Aber irgendwann war der Tulpenfarbstil leider gar nicht mehr zu retten. Mit den Jahren hab ich mich jedoch dran gewöhnt und es gefällt mir jetzt so richtig gut. Die vielen Farben machen sogar bei schlechtem Wetter gut Laune und es sind auch noch andere farbenfrohe Pflanzen dazu gekommen. Goldlack in allen Farben und sogar eine orange Kaiserkrone. Die hat voriges Jahr im Herbst natürlich mein Jüngster ausgesucht. Er ist total begeistert von ihren Blüten und findet sie richtig cool ;-)
Ich wünsche euch einen farbenfrohen und schönen Mai und
alles Liebe Eure Urte